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Hallstadt im neuen Licht

Die Arbeiten bei unserer Großbaustelle zur Neugestaltung des Marktplatzes und der Lichtenfelser Straße schreiten voran. Die Brücke über den Mühlbach wurde unter Vorkehrung sämtlicher Sicherheitsmaßnahmen inzwischen abgebrochen, die archäologischen Untersuchen kommen gut voran und das Material für die nächsten Schritte, Kanalbau und Verlegung der Leitungen, liegt bereit. Währenddessen beschäftigen sich die Stadträte mit weiteren Detailentscheidungen zur Gestaltung des Marktplatzes.

Mitte April startete die Großbaustelle mit dem Entfernen der Asphaltschicht und anschließender Beprobung. Es folgten die Tiefbauarbeiten mit dem Abbruch der Brücke über den Mühlbach. Die historischen Brückenheiligen befinden sich schon seit Längerem bei einer Fachfirma, die sie fachgerecht restaurieren wird. Vor dem Abbruch der alten Brücke fanden umfassende Sicherungsmaßnahmen der umliegenden Gebäude statt. So verhindert beispielsweise ein spezieller Verbau vor dem Rathaus das Nachrutschen von Erdreich.

Markante Brandschicht

Dr. Magnus Wintergerst und sein Team nehmen parallel die archäologischen Untersuchungen vor. Immer wieder stoßen sie dabei auf eine markante Brandschicht. „Wir wissen, dass Hallstadt im Bauernkrieg 1525 niedergebrannt und danach neu aufgebaut wurde“, berichtet Dr. Wintergerst. Dabei errichtete man die Straßen und Gebäude auf diesen niedergebrannten Resten. Bereits bei den archäologischen Voruntersuchungen im vergangenen Jahr fanden die Experten einen mittelalterlichen Weg aus dem 14. oder 15. Jahrhundert in rund 1,5 Meter Tiefe. Jetzt konnten sie ein weiteres Stück freilegen.

Historische Führung

Interessanter Fakt: Das Bodenniveau ist in den letzten 500 Jahren um rund 1,5 Meter gestiegen. Das erklärt unter anderem die untypische Stufe vor dem Haupteingang der Pfarrkirche St. Kilian. Künftig soll das Bodenniveau angepasst werden, so dass diese Stufe nach der Neugestaltung entfällt. Weitere wissenswerte Fakten erfahren Sie bei einer historischen Führung, die wieder parallel zum Pfarrfest stattfindet. Am Sonntag, 8. Juli, bieten der Bamberger Archäologe Dr. Magnus Wintergerst und die Hallstadter Stadtführerin Claudia Büttner eine spannende Führung rund um die Baustelle an. Treffpunkt ist um 17.00 Uhr vor dem Haupteingang der Pfarrkirche St. Kilian.

Kanalbau startet

Im Bereich der archäologischen Untersuchungen wird die Baugrube kurzfristig stellenweise wieder aufgefüllt, so dass die Baustellenfahrzeuge gefahrlos hin- und herfahren können. Dann folgen der Kanalbau und die Verlegung der Leerrohre für Gas, Strom, Telekommunikation etc. – dazu muss das Material zwischenzeitlich wieder weichen. Während der Kanalbau an der Kreuzung Marktplatz/Mainstraße/Bamberger Straße/Bahnhofstraße (vor dem Bürgerhaus) beginnt, gehen die archäologischen Untersuchungen nahtlos weiter.

Vorbereitungen zum Abbruch der Brücke über den Mühlbach.

Standort Kriegerehrenmal

Während die archäologischen Untersuchungen, der Kanalbau und der Brückenbau laufen, treffen unsere Stadträte noch wichtige Entscheidungen zur Gestaltung des Marktplatzes. In einer der nächsten Sitzungen werden sie über den neuen Standort des Kriegerehrenmals auf dem städtischen Friedhof abstimmen. Als kleine Entscheidungshilfe stellten die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs ein Transparent in Echtgröße an den neuen möglichen Standorten auf – wir berichteten.

Simulation des Beleuchtungskonzeptes

Und auch über das künftige Beleuchtungskonzept des neuen Marktplatzes muss unser Stadtrat noch entscheiden. Vor einigen Wochen präsentierte Dipl.-Ing. Uwe Knappschneider, Büro Licht-, Raum-, Stadtplanung aus Wuppertal, sein Konzept im Rahmen einer Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusssitzung. Nun konnten sich das Gremium und die Anlieger eine Simulation des Beleuchtungskonzeptes anschauen.

Funktional- und Architekturbeleuchtung

Die Funktionalbeleuchtung wird über eine ganz schlichte Mastleuchte sichergestellt. Bei dieser lassen sich weitere Funktionen wie Strahler (zum effektvollen Beleuchten von Skulpturen oder Gebäuden), Lautsprecher, Steckdosen oder WLAN-Schnittstellen integrieren. Das gezielte Anstrahlen von Objekten gehört schon zur Architekturbeleuchtung. Diese kann die angrenzenden Gebäude des Marktplatzes besonders hervorheben. Neben dem Rathaus und der Pfarrkirche St. Kilian können auch Privatgebäude wie die Metzgerei Dietz oder das Fürstbischöfliche Vogteihaus in Szene gesetzt werden. Durch das Spiel von Licht- und Schatten erlebt man das Alltägliche plötzlich in einem völlig neuen Licht. Fazit: Den Betrachtern gefiel die Simulation. Nun liegt die konkrete Entscheidung zur Umsetzung beim Stadtrat – und bei den Anliegern.

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